Traumatherapien
für Kinder in der Ukraine
Wie wir helfen
Über die Therapie „Huggy-Puppy“ wird Kindern im Alter von ca. 2 bis 7 Jahren eine wissenschaftlich fundierte, niedrigschwellige Traumatherapie angeboten. Durch die symbolische Arbeit mit einem Teddybären – Geschichten erzählen, Gefühle ausdrücken, Erlebtes spielerisch verarbeiten – werden Ängste gelindert und Resilienz gestärkt. Die Intervention folgt evidenzbasierten Methoden und wird begleitet durch wissenschaftliche Expertise der Technischen Universität München (TUM), um Wirksamkeit und Qualität zu sichern.
Hintergrund
Einblicke in die Entstehung und Zielsetzung des Projektes
Warum das Förderprojekt ins Leben gerufen wurde, welche gesellschaftlichen Herausforderungen es adressiert
und welche Wirkung es erzielen soll.
Die Situation
Der Krieg in der Ukraine setzt die dort lebenden Kinder durch wiederkehrende Angriffe und eine kontinuierliche Bedrohungssituation erheblichem Stress und zusätzlichen Entwicklungsrisiken aus.
Die Huggy-Puppy-Intervention (HPI) hat sich bereits als wirksam zur Behandlung von Ängsten bei Kindern mit Fluchterfahrung erwiesen und wird in dieser Studie als Therapie in einer aktiven Krisenregion eingesetzt und evaluiert.
Das Ziel
Unser Ziel ist es, den Kindern in der Ukraine eine niedrigschwellige traumatherapeutische Intervention anzubieten, die auch mit einfachen Mitteln und in wenigen Terminen durchführbar ist. Damit soll dafür gesorgt werden, dass sich der psychische Zustand der Kinder stabilisiert, weniger Traumafolgesymptome und möglichst wenig längerfristige Beeinträchtigungen auftreten.
Unsere Strategie
Unsere Traumatherieangebote in Odessa verbinden niedrigschwellige psychologische Unterstützung mit wissenschaftlich fundierten traumatherapeutischen Ansätzen für Kinder in Kriegs- und Krisensituationen. Im Mittelpunkt steht die sogenannte „Huggy-Puppy“-Intervention – ein international erprobtes Frühinterventionskonzept zur Stabilisierung traumatisierter Kinder im Vorschul- und Grundschulalter.
Die Methode arbeitet mit einem therapeutisch begleiteten Kuscheltier, auf das Kinder Gefühle wie Angst, Verlust, Unsicherheit oder Einsamkeit projizieren können. Über die Beziehung zu diesem „Begleiter“ lernen sie schrittweise, emotionale Belastungen auszudrücken, Selbstwirksamkeit zu erleben und Strategien zur Stressregulation zu entwickeln. Die Intervention eröffnet einen geschützten Zugang zu belastenden Erfahrungen, ohne Kinder zu retraumatisieren oder sprachlich zu überfordern.
Begleitend erhalten Eltern psychoedukative Unterstützung, um traumabedingte Reaktionen ihrer Kinder besser zu verstehen und stabilisierend im Alltag begleiten zu können. Die Durchführung erfolgt gemeinsam mit psychologischen Fachkräften vor Ort und wird wissenschaftlich begleitet, um Wirksamkeit und nachhaltige Verbesserungen der psychischen Gesundheit systematisch zu evaluieren.
Gerade unter den Bedingungen anhaltender Luftangriffe, sozialer Isolation und permanenter Unsicherheit schafft das Projekt einen geschützten Raum für emotionale Stabilisierung, Beziehungserfahrung und kindgerechte Verarbeitung traumatischer Erlebnisse.
Dokumentation: unsere
Förderprojekte in Odessa
Einblicke aus Odessa
Der Kriegsjournalist Diego Herrera Carcedo besucht unser Kinderzentrum. Auf seiner Reise durch die Ukraine hat der renommierte Kriegsjournalist Diego Herrera Carcedo unser Therapiezentrum für traumatisierte Kinder in Odessa besucht. Mit eindrucksvoller Sensibilität hat er die Atmosphäre vor Ort eingefangen und die Bedeutung unserer Arbeit in bewegenden Bildern dokumentiert. Sehen Sie hier das beeindruckende Video mit seinen Eindrücken.
Standorte
Helfen Sie uns dabei,
Gesundheit und Teilhabe
von Kindern zu fördern.
Informieren Sie sich hier über Möglichkeiten der Unterstützung oder spenden Sie ganz einfach online.