Elterliche Belastung –
Risiken und Schutzfaktoren
für Kindergesundheit.

Studie Junge Familien in Deutschland (JuFaDe)
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Wie wir helfen

Wie geht es Kindern und jungen Familien in Deutschland? Dieser Frage widmet sich das Projekt „Junge Familien in Deutschland (JuFaDe)”. Im Fokus stehen Kinder im Alter von 0 bis 6 Jahren und ihre Eltern. Die ersten Lebensjahre sind entscheidend für die körperliche und mentale Gesundheit, zugleich aber besonders anfällig für Belastungen – im familiären Umfeld ebenso wie durch gesellschaftliche Rahmenbedingungen, etwa bei der Vereinbarkeit von Familie und Beruf.

JuFaD macht elterlichen Stress und seine Folgen für die Gesundheit von Kindern sichtbar. In einer deutschlandweiten Online-Studie in Zusammenarbeit mit der TU München werden diese Zusammenhänge wissenschaftlich belegt und gezielt genutzt, um politischen und gesellschaftlichen Druck für bessere Bedingungen für Kinder und junge Familien aufzubauen.

Hintergrund

Einblicke in die Entstehung und Zielsetzung des Projektes
Warum das Förderprojekt ins Leben gerufen wurde, welche gesellschaftlichen Herausforderungen es adressiert
und welche Wirkung es erzielen soll.

Die Situation

Seit mehr als fünf Jahren führen tiefgreifende gesellschaftliche und politische Veränderungen – darunter wachsender ökonomischer Druck, militärische Konflikte und zunehmende gesellschaftliche Polarisierung – zu erheblichen sozialen Spannungen. Die Erfahrungen aus der Covid-19-Pandemie haben deutlich gezeigt, dass solche Krisen Familien besonders hart treffen. Aktuell berichten über 50 % der Eltern von einer (sehr) hohen Belastung im familiären Alltag – ein Anstieg um rund 20 % gegenüber dem Beginn der Pandemie. Diese Belastung wirkt sich unmittelbar auf das Wohlbefinden und die Entwicklung von Kindern aus. Frühkindliche Schrei-, Schlaf- und Fütterprobleme sowie emotionale und Verhaltensauffälligkeiten bei Kindern bis ins Grundschulalter haben im Vergleich zu präpandemischen Werten ebenfalls zugenommen. Psychische Erkrankungen im Kindesalter können die Entwicklung nachhaltig beeinträchtigen und stellen einen wesentlichen Risikofaktor für das weitere Leben dar. Parallel dazu haben sich die Lebensrealitäten moderner Familien grundlegend verändert. Neue Stressoren wie digitale Dauerpräsenz, steigender wirtschaftlicher Druck und veränderte gesellschaftliche Erwartungen prägen den Alltag. Diese Entwicklungen beeinflussen sowohl das Wohlbefinden der Eltern als auch die psychische Gesundheit der Kinder und verstärken bestehende Belastungen zusätzlich.

Das Ziel

Wir möchten verstehen, wie es Eltern und Kindern in Deutschland geht und auf welche Weise wir junge Familien besser unterstützen können. Mithilfe einer breiten Datenbasis können wir Zusammenhänge elterlichen und kindlichen psychosozialer Belastungssymptome besser verstehen sowie zugrundeliegende Wirkmechanismen identifizieren. Die Untersuchung über drei Erhebungszeitpunkte ermöglicht es, zeitliche Entwicklungen von Belastungssymptomen (z.B. Elternstress, kindliche psychische Auffälligkeiten etc.) sowie familiäre und gesellschaftliche Kontextfaktoren abzubilden. Um Belastungen umfassender verstehen zu können, müssen mögliche Einflussfaktoren an den Schnittstellen verschiedener familiärer Lebensbereiche in den Blick genommen werden. Im JuFaD-Projekt werden zu diesem Zweck aktuelle Themen (z.B. Verfügbarkeit und Zufriedenheit mit Betreuungsangeboten, Medienkonsum und Mental Load) berücksichtigt. Mithilfe der wissenschaftlichen Befunden wollen wir die Sichtbarkeit von Familien stärken. Sie dienen unter anderem als Kommunikationsgrundlage in Forschung und Politik und können aktuelle Bedarfe von Familien explizit aufzeigen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen zudem helfen Risikogruppen frühzeitig identifizieren und frühzeitig Zugang zu geeigneten Hilfsangeboten zu schaffen.

Unsere Strategie

Um Familien in herausfordernden Zeiten besser unterstützen zu können, dürfen wir nicht über sie, sondern müssen mit ihnen sprechen. Empirische Untersuchungen sollen die Lebenswelt von Familien möglichst umfassend abbilden. Nur wenn wir verstehen, wie Eltern und Kinder ihren Alltag erleben, können wir ihre Bedarfe präzise erfassen. Um möglichst viele Familien erreichen zu können, wurde das Erhebungsverfahren niederschwellig angesetzt. Die Fragen können einfach und bequem über die App „Meine pädiatrische Praxis“ beantwortet werden. Die gewonnenen Erkenntnisse dienen nicht nur dem wissenschaftlichen Diskurs, sondern sollen auch in gesellschaftliche und politische Entscheidungsprozesse einfließen. Durch eine fundierte Datenlage können politische AkteurInnen, Fachstellen und Institutionen besser einschätzen, welche Rahmenbedingungen Familien stärken und welche Maßnahmen zur Entlastung beitragen können. Damit leistet unser Forschungsprojekt einen wichtigen Beitrag dazu, familienpolitische Strategien evidenzbasiert weiterzuentwickeln und gezielt an den Bedürfnissen von Eltern und Kindern auszurichten.
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