Unterstützung von Eltern
mit Kindern im
Autismus-Spektrum

Elternvermittelte Autismusspezifische Intervention
im Kleinkindalter (EVAI)

Wie wir helfen

EVAI ist ein niedrigschwelliges Frühinterventionsangebot für Familien mit Kleinkindern im Autismus-Spektrum oder entsprechendem Verdacht. Ziel ist es, Eltern frühzeitig alltagsnahe Strategien zur Förderung von sozialer Interaktion, Kommunikation und gemeinsamer Aufmerksamkeit zu vermitteln und sie im Umgang mit herausforderndem Verhalten zu unterstützen.

Das Programm verbindet medizinisch-psychologisches Wissen mit praktischer Anleitung und wird flexibel als Präsenz-, Hybrid- oder Onlineformat angeboten. Eine Pilotstudie untersuchte Akzeptanz, Alltagstauglichkeit und erste Wirksamkeitshinweise. Perspektivisch ist die Integration in die sozialpädiatrische Regelversorgung sowie eine Weiterentwicklung und Wirksamkeitsprüfung in größeren Studien geplant.

Hintergrund

Einblicke in die Entstehung und Zielsetzung des Projektes
Warum das Förderprojekt ins Leben gerufen wurde, welche gesellschaftlichen Herausforderungen es adressiert
und welche Wirkung es erzielen soll.

Die Situation

Trotz steigender Prävalenzzahlen ist die Versorgung von Kleinkindern im Autismus-Spektrum oder einem entsprechenden Verdacht in Deutschland noch nicht flächendeckend und systematisch etabliert. Frühinterventionen sind jedoch entscheidend für die Entwicklung sozialer und kommunikativer Fähigkeiten und zur Vermeidung oder Reduktion von Verhaltensstörungen. Der Zugang zu spezialisierten Angeboten ist häufig durch lange Wartezeiten oder fehlende wohnortnahe Strukturen erschwert. Eltern fühlen sich in der frühen Phase nach der Diagnosestellung oft allein gelassen. Gleichzeitig zeigen Studien, dass elternvermittelte Interventionen eine effektive und nachhaltige Methode darstellen können, um die Entwicklung von Kindern mit ASS positiv zu beeinflussen.

Das Ziel

Ziel von EVAI ist es, Eltern frühzeitig evidenzbasierte und alltagsnahe Förderstrategien an die Hand zu geben, um die soziale und kommunikative Entwicklung ihrer Kinder zu unterstützen sowie den Umgang mit herausforderndem Verhalten zu erleichtern. Das Programm will Versorgungslücken überbrücken, elterliche Kompetenzen stärken und eine frühe Entwicklungsförderung ermöglichen – unabhängig von Wohnort oder Ressourcen. Langfristig soll EVAI als standardisiertes Modul in die sozialpädiatrische Versorgung integriert werden und so zu einer besseren und frühzeitigeren Versorgung von Familien mit Kindern im Autismus-Spektrum beitragen.

Unsere Strategie

EVAI basiert auf einem elternzentrierten Interventionskonzept, das in enger Zusammenarbeit von Ärzt:innen und Psycholog:innen am kbo-Kinderzentrum entwickelt und vermittelt wird. Die Inhalte stehen im Online- oder Hybridformat zur Verfügung, um eine flexible und ortsunabhängige Teilnahme zu ermöglichen.
Als nächster Schritt ist die Erstellung eines Manuals geplant, um das Konzept in Zukunft niedrigschwellig und strukturiert verbreiten zu können.
Da Frühförderstellen neben den Sozialpädiatrischen Zentren (SPZ) zu den ersten Anlaufstellen für Familien mit Kindern im Autismus-Spektrum gehören, wurde eine Kooperation mit der Arbeitsstelle Frühförderung Bayern initiiert.
Im Rahmen einer weiteren Pilotphase soll die Intervention zunächst in ausgewählten Frühförderstellen erprobt werden, um ihre Umsetzbarkeit im Bereich der Frühförderung zu evaluieren. Das dabei gewonnene Feedback soll gezielt in die praxisnahe Weiterentwicklung des Programms einfließen.

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